Werkstatt

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Tm läßt der baierischen Arm. seine Werkstatt mitbenutzen. Dadurch ist es möglich, mit seiner Unterstützung Uniform- und Ausrüstungsgegenstände anzufertigen.

Intensive Recherche einiger Mitglieder macht es möglich, daß die dabei für die baierischen Arm. entstehenden Produkte, denen aus der Zeit um 1809 sowohl in der Materialauswahl, als auch im Aussehen 'sehr ähnlich' sind.

Ohne die Tm's große, beheizte und vor allem für unseren Bedarf bestens ausgerüstete Werkstatt wäre es unmöglich, dieses Hobby derart originalgetreu zu betreiben.

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Um die Werkstatt von Tm nicht mit den Aktionen der Bai. Arm. dauerhaft zu belasten, überarbeiten Tm und Cr die Lagerstruktur in der Werkstatt. Jetzt gibt es für Rohmaterial, Halbprodukte und Fertigprodukte definierte Lagerplätze.

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Während einer Werkstattrevision findet Tm die Lösung für ein immer wieder sporadisch auftretendes Problem bei der Freiarm-Nähmaschine. Eine gezielte Materialumstellung behebt das Problem.

Tm und Cr machen sich auf die äußerst langwierige Fehlersuche in den Tiefen der Handnähmaschine. Das gefundene Problem können sie trickreich lösen.

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Nur mit Hilfe des großen Arbeitstisches ist es möglich, komplette Felle/Häute zu analysieren und zielführend Produkte daraus zu konfektionieren.

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Tm bestellt eine Einfaßvorrichtung, die er zusammen mit Cr auf der Nähmaschine montiert. Erste Versuche zum Einfassen des kaschierten Fells mit 20 mm Lederband, bringen leider nicht die erwarteten Ergebnisse. Der Prozess ist hierfür einfach zu komplex.

Parallel dazu werden verschiedene techn. Verfahren erprobt, handwerklich Leder-Einfaßbänder mit genauer und konstanter Breite herzustellen, die für einen funktionierenden Einfaßprozeß die Grundlage bilden.

Tm bestellt eine weitere Einfaßvorrichtung, die wiederum erst durch Cr auf der Nähmaschine appliziert werden muß. Die Versuche mit 30 mm Lederband bringen akzeptable Ergebnisse. Wobei das Nähen immer noch volle Konzentration und hohes Geschick erfordert.

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Am Ende jeder Arbeitsaktion der bai. Arm. wird die Tm's Werkstatt ordentlich aufgeräumt und gekehrt. Getränke werden sofort bezahlt.

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Am Vorbereitungs-Abend für den morgigen Arbeitssonntag wird plötzlich klar, daß es noch möglich sein könnte, den ersten Tornister (Gen. II) fertig zu bekommen. So arbeiten Tm und Cr bis tief in die Nacht hinein, bis das Teil fertig ist. Ein schönes Produkt – wieder ein schöner Erfolg für die ganze Mannschaft, was Laune macht auf ‚mehr‘.

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Am heutigen Arbeitssonntag werden die während der Woche vorbereiteten Riemen an der zweiten Seite von Hand genäht, wobei das Riemchen mit eingenäht wird (Fp, Cr)

Weitere Helme werden vernäht (Jc), die Naht abgeschliffen (TK) und eingefärbt (TSr)

Die Trommel III wird entzurrt und zerlegt, um die oberern und unteren Rahmen weiß/blau streichen zu können (Ng).

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Die Hauptarbeiten an Helm und Tornister sind erledigt.  

Das Thema 'Werkstatt' ist und bleibt ein Dauerbrenner. Während der Arbeiten hat sich gezeigt, daß eine weitere großräumige Überarbeitung der Werkstatt-Struktur Sinn macht. Einfach um Wege kürzer zu machen, und damit den Arbeitsprozeß weiter zu optimieren. 

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Helm Bau

 

Wegen des gestiegenen Bedarfs an Ausrüstungsgegenständen, müssen auch Raupenhelme nachgefertigt werden. 

 

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Beim Arbeitseinsatz werden Helmhälften zusammengeleimt, von TK und Ax gelocht, von Ax und Th zusammengenäht, von Rd abgeschliffen, und von Mx schwarz eingefärbt. Die Helme in diesem Bauzustand reichen aber nicht, weitere werden noch gebraucht.

 

Tj näht auf der Maschine von Ax Helm-Futterstoffe, die mit Lederschnüren aus der Produktion von Fb und Al ausgerüstet werden.

 

Fz und Al schlagen Helm-Buckel aus Ms-Blech. TK und Mx löten die Befestigungs-Laschen an die Buckel

 

Al schneidet Blechstreifen aus Ms-Blech, die Pt durch die Prägemschiene rollt.

 

Tj und später TK bauen Raupen-Grundkörper nach Vorlage und umwickeln diese mit Bandage

 

Am Ende dieses Arbeitseinsatzes werden abends noch zwei weitere (vorher eingeweichte) Lederstücke von Tm und Pt auf die die Form-Teile für Leder-Helme aufgezogen.

 

Ein schöner Erfolg, ermöglicht durch eine fleißige Mannschaft!

 

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Die inzwischen getrockneten und von Pt ausgenagelten zwei Helmhälften, werden von Tm zusammengeklebt und auf einen Dummy aufgespannt.

 

Am selben Tag wird von Tm weiteres Helmleder geordert, das endlich wieder verfüg- und bestellbar ist.

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TK kommt vorbei, locht den geklebten Rohhelm, und vernäht ihn komplett

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In weiteren Aktionen fleißiger Helfer werden Helm-Rohlinge, Raupen, Wangenteile, Ketten-Buckel, Helmschilde gefertigt und alle Bestandteile dann zu kompletten Helmen zusammengebaut.

 

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Heute arbeiten Pe, Tm und Cr noch an der Komplettierung der benötigten Raupenhelme:  4 x Infanterie, 1 x Kavallerie.

Für den Einsatz in Tyrol sind die Soldaten hiermit erst mal ausgerüstet. Damit ist die Hauptaktion des Helmbaus abgeschlossen.

Zwei weitere Helme sind noch in Vorbereitung und werden später noch fertig gebaut.

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Tornister-Bau

 

Wie länger schon geplant, ziehen Tm, Pt und Cr los, um passende Felle für den Bau der Tornister zu besorgen. Beim IKEA (dem blau-gelben!) werden sie überraschenderweise fündig - genau die richtige rotbraune Farbe - und gelocktes Fell - und gute Qualität! Sie ziehen alles an Land, was es dort Passendes gibt. Kostet ein Schweinegeld, aber die Gelegenheit ist einmalig.

 

Zurück im Hauptquartier werden Hauptteile, Seitenteile und Top-Teile geschnitten und gleich schon richtig 'gruppiert' abgelegt. Fr kommt auch noch mit dazu, und es werden erste Lederteile für den späteren Besatz geschnitten.

 

Tage später nehmen sich Tm und Cr den halbfertigen 'glatten' Tornister vor, um ihn fertig zu machen und dabei die entsprechenden Fertigungsschritte nochmal durchzudenken und fehlendes Material nachzubestellen.

 

Bei einer nochmaligen Analyse der Bilder vom Fb wird klar, daß die Tornister damals nicht rechtsrum, sondern linksrum genäht waren, was ihnen eine andere Optik gibt. Für die weiter anzufertigenden Tornister wird diese Technik Anwendung finden.

 

Obwohl der 'glatte' Tornister schon ganz schön weit vormontiert ist, staunt Cr doch ziemlich, wie viel Arbeit da noch zu machen ist. Und vor allem, wie stark Tm hier mit Geschick, Anlagen und Fachwissen gefragt ist.

 

Für den nächsten Aktionstag ist die Zielsetzung, ausreichend Material vorbereitet, die Anlagen einsatzbereit, und ausreichend Platz zu haben.

 

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Tm und Cr bauen einen Prototypen des 'neuen' Tornisters: mit dem neuen rotbraun gekräuselten Fell, der neuen Einfassung, und vor allem, jetzt 'auf links' genäht! Der Tornister ist nicht wirklich fertig (Gurtmaterial noch nicht verfügbar), aber der Näh-Probelauf zeigt schon mal ein ganz knuddeliges Ergebnis gebracht. Was außerdem mit Fb's historischem Bild eine große Ähnlichkeit hat!

 

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Zuerst werden die fehlenden Seitenteile für Tm's und Rd's Tornister aus dem noch verfügbaren zugehörigen Fellresten geschnitten und mit Leinen kaschiert, zur Komplettierung der beiden bereits seit langem kaschierten Hauptteile.

 

Parallel dazu wird der restliche Leinen-Futterstoff von Cr. so konfektioniert, daß ausreichend Haupt- und Seitenteile damit kaschiert werden können. Um die bereits von Tm, Pt, Fr und Cr sorgfältig kommisionierten Haupt- und Seitenteile (jeweils aus einem Fell!) später auf keinen Fall zu vertauschen, kriegt immer ein Satz Teile eine Nummer aufgeklebt - an strategisch richtiger Position!

 

Zwischenzeitlich kommt Pt auf einen Sprung vorbei, und bringt die von ihm geschwärzten Riemen-Schnallen. Und nimmt die hölzernen Rund-Stäbe mit, um die kleinen Knebel-Hölzer für die Trageriemen anzufertigen.

 

Mittags kommen dann Ng und Ph als Unterstützung mit dazu. Ab jetzt gehts voll rund! Die beiden kleben was das Zeug hält! Alle vorbereiteten Haupt- und Seitenteile können so mit Leinenstoff kaschiert werden! Tm näht parallel was das Zeug hält (und verbessert den Prozeß der Fertigung nebenbei!)!

 

Irgendwann ist dann alles verfügbare Material verarbeitet, und die vier sind fix und fertig! Aber voll zufrieden, mit dem was geschaft ist: zusätzlich zu den beiden vom Vormittag, sind weitere Haupt- und Seitenteile kaschiert und zugeschnitten! Bereit, für die weitere Bearbeitung! Status ist jetzt: wir haben einen fertigen Tornister (rechts rum genäht), einen halbfertigen (links rum genäht) und noch ein paar Materialsätze (werden auch links rum genäht). Am Ende der Aktion werden für die Infanterie doch ein paar Tornister zur Verfügung stehen. 

 

Wer hätte gedacht, wieviel Arbeit in nur einem solchen Tornister steckt!

 

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Cr schneidet noch für weitere Tornister die Teile zurecht. Mit Tm kaschieren und vernähen sie einen Teilesatz. Parallel dazu wird von Tm an den anderen in Arbeit befindlichen Tornister-Teilen weitergearbeitet - vernäht, zugeschnitten, etc.. Daran arbeiten die beiden den ganzen Tag. Danach wird (auch mit Pts Hilfe) die Werkstatt wieder ordentlich aufgeräumt.Pt hat auch erste Holzknebel und manch anderes Material mitgebracht. 

 

Jetzt ist Warten auf eine Lieferung von weißem Leder angesagt: für die äußeren Besätze und Riemen des Tornisters. Bis das da ist, müssen noch die inneren Leder-Besätze hergestellt und positionsrichtige aufgenäht sein.

 

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Beim Aktionstag kaschieren Th und Cl die für weitere Tornister hergeschnittenen Haupt-, Seiten- und Top-Teile mit den vorbereitenten Leinen-Stoffteilen. Das ist eine ganz schöne klebrige Angelegenheit. Die beiden achten dabei genau drauf, daß die Fellteile keinesfalls Klebstoff mit abbekommen.

 

Bg und Rd schneiden die mit Übermaß kaschierten Tornister-Elemente zu. Pt, Al und Ax kleben die Lederbesätze innen auf die markierten Stellen des Hauptteils

 

Rd und Cl markieren die Besatzpostionen auf dem Haupt-Teil.

 

Pt, Al und Ax kleben die Besatzstücke innen auf die Tornister-Hauptteile. Damit haben alle Tornister gleichen Fertigungsstand.

 

Pt und Al schneiden u. A. die Pack-Riemen für den Tornister her. TK längt sie nach Vorgabe ab und konfektioniert sie fertig vor.

 

Ein schöner Erfolg, ermöglicht durch eine fleißige Mannschaft!

 

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Tm, Fr und Cr. treiben das Projekt 'Tornister' wieder ein ganzes Stück weiter:

 

das Thema 'Einfassen' war fast nicht zu packen. Erst die zweite Einfaßvorrichtung, montiert an der Nähmaschine, brachte für den Prozeß ein zufriedenstellende Ergebniss. Cr fertigt passende Einfaßbänder in geforderter Qualität. Top- und Hauptteile werden jetzt komplett eingefaßt. Alle Top- und Seitenteile werden danach zusammengenäht, und sind z. T. auch schon 'als Baugruppe' wieder eingefaßt!

 

Das angekommene knappe weiße Leder (dem ansonsten leergefegten Weltmarkt entrissen) wird von Tm, Fr und Cr akribisch verplant und verarbeitet. Übrig bleiben nur ein paar Schnipsel. Und ein Sortiment Tragriemen, bereits fertig vorkonfektioniert! Und eben noch das schmale Material für Riemen und äußere Besätze - schon vorkonfektioniert.!

 

Nach einem langen Tag, kann sich das Ergebnis zeigen lassen.

 

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Cr und Mx machen sich über die 25er Riemen her: aus allen Resten schneiden sie noch weitere 25er Riemen. Jetzt konfektionieren sie alle benötigten langen und kurzen Riemchen zum Schließen des Tornisters. Dazu konfektionieren sie die Schnallenriemchen vor, montieren die Schnalle und verkleben sie zur einer Baugruppe, die Tm dann fertig zusammenklopft. In die bereits vorkonfektionierten langen Riemen werden auch die Schnallen eingesetzt, verklebt, und geschlagen, bevor noch das Schutzleder aufgeklebt wird. Was an Riemen noch fehlt, sind die kurzen Riemen, und dann eben noch das Lochen des ganzen Riemen-Materials.

 

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Herausarbeiten der letzten Reserven der 25 mm Riemen aus den Resten. Schneiden der äußeren Besätze für den Tornister durch Cr.

 

Anzeichnen aller Löcher auf den bereits konfektionierten Riemchen nach Vorlage. Schlagen der Löcher in den Riemchen durch Cr.

 

Markieren des jeweiligen Top-Riemens mit seiner zugehörigen Tornister-Nummer durch Cr.

 

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Positionsrichtiges aufkleben der äußeren Besätze auf die Tornister-Hauptteile durch Jc. Damit ist gewährleistet, daß beim späteren Aufnähen der Besätze, die auf der Rückseite aufgenähten Verstärkungen auch getroffen werden. 

Jc klebt äußerst genau und beschwert die Besätze zum Anziehen mit Pflastersteinen. Cr hat hierfür seinen Weißleim mitgebracht.

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Nach und nach Aufnähen der äußeren Besätze, Knebel und Riemen auf die Hauptteile durch Tm, Pt und Cr. Damit sind alle Bestandteile fertig vormontiert. Das komplette Hauptteil und beiden kompletten Seitenteile können jetzt paßgenau vom Spezialisten Tm zusammengenäht werden. Der Tornister wird danach nur  noch auf rechts gestülpt und gerichtet. 

Da alle Tornister parallel gebaut werden, wird nun langsam einer nach dem anderen fertiggestellt.

Es ist jedesmal schön, den Tornister nach dem dem Zusammennähen aller Teile, auf rechts zu drehen, und das individuelle Aussehen staunend zu betrachten. 

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Tm und Cr arbeiten am 'Projekt Tornister' weiter. Cr näht bei den letzten vier Tornistern die Besätze auf und näht danach die Knebel und z. T. die Träger auf. Tm näht die anderen zwei Satz Träger auf und näht zwei Tornister zusammen. Cr. komplettiert diese mit den zugehörigen Riemen. 

Für die letzten beiden Tornister sind die Knebel und die Riemen noch nicht verfügbar, weswegen sich die Fertigstellung noch etwas verzögert. 

Insgesamt aber kann das 'Projekt Tornister' nach 6 1/2 Monaten Arbeit als beendet betrachtet werden.

Der Einsatz hat sich gelohnt - das Ergebnis rechtfertigt den enormen Aufwand. Die Soldaten sind für den Einsatz am WE zur 'Berg-Isel-Schlacht' gerüstet.

 

Die letzten beiden in Produktion befindlichen Tornister (Nr. 05 und 09) stehen kurz vor der Fertigstellung, sind aber für einen Einsatz in Tirol nicht mehr vorgesehen. Damit ist das 'Projekt Tornister' so gut wie abgeschlossen.

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