Epauletts

Epauletts

Als Schulterschutz trug die Kavallerie Epauletten, welche bis 27. April 1804 nur aus je sechs grossen, auf Leder (ohne Vorstoß oder Futter) aufgenähten Schuppen aus Zinn bestanden und so befestigt waren, dass man sie von vorne kaum bemerken konnte. Am benannten Tage gelangte ein neues Muster von der Länge der Schulter mit 10 auf rotem Buche befestigten zinnernen Schuppen und mit geripptem schlangenförmigen Halbmond zur Einführung, welche, ringsum mit weißer Schnur eingefasst, die Spitzen der Brustklappen berühren, demnach direkt auf den Schultern liegen mussten. Die Rückseiten der Schulterblätter waren in ihrer oberen Hälfte mit schwarzem, an der unteren mit grünem Tuche unterlegt. Auf dem oberen Drittel der Oberfläche lag ein unten gezackter roter Tuchstreifen. Bei den Offiziers-Epauletten war das mit rotem Tuche unterlegte sog. Herz, d. i. der den Knopf einfassende Teil, mit Metallzweigen umrahmt. Die Befestigung geschah durch Drahthaken, welche in zwei am Kollet und auf der Schulter aufgenähte Tuchstreifen eingriffen.

Durch Verordnung vom 5. Dezember 1818 gewannen die Epauletten etwas glattere und kürzere Form; statt des bisherigen Pappendeckels nahm man als Unterlage Eisenblech, das Unterfutter wurde nun zur Hälfte grün und rot.

Die Offiziers-Epauletten, welche bis 1810 eine solch Größe erhalten hatten, dass hiegegen eingeschritten werden musste, hatten die Schuppen, dann die Einfassung der oberen Tuchpatte und den Halbmonnd versilbert. Zu bemerken bleibt noch, dass wie das Kasket, so auch die Epauletten bis 1823 Eigentum des Mannes waren und dieser hierüber nach Gutdünken nach Ablauf seiner Dienstzeit verfügen konnte.