Allgemeines - Die Distinktions- (d. h. Grad) Abzeichen der Offiziere und Unteroffiziere

Allgemein

Seit 31. Juli 1803 sind auch für die Offiziere der Chevaulegers Regimenter die Chargen- (Distinktions- oder Grad-) Abzeichen auf den Kolletkrägen zur Einführung gekommen. Sie bestanden je nach der Knopffarbe aus Silber- oder Goldlitzen von anfänglich 7,30, später 11cm Länge und 1,22 (betw. 1.62)cm Breite, auf einer Tuchunterlage nach der Farbe des Kragens auf letzterem aufgenäht. Eine Litze auf jeder Seite kennzeichnet den Unterlieutenant oder, wenn der obere Rand des Kragens ringsum mit einer 3,65 cm breiten Gold- oder Silbertressen eingesäumt war - das Abzeichen der Stabsoffiziere - den Major; zwei Litzen gebührt dem Ober- bezw. Oberstlieutenant, drei dem Rittmeister bezw. Oberst. Die gleiche Auszeichnung (aus Kamelgarn) erhielt unterm 17. Februar 1819 auch die Unteroffiziere, bei welchen jedoch für alle Grade die Borte um den oberen und vorderen Rand des Kragens lief. Ein "Strich" ohne Kragenbortierung kennzeichneten den Gefreiten, mit dieser Einfassung den Korporal (Unteroffizier im engeren Sinne des Wortes), zwei oder drei Striche mit Bortierung bezeichneten den Wachtmeister 2. oder 1. Klasse. Vordem bestand das Abzeichen der Unteroffiziere der Kavallerie aus dem Bärenschweif am Kasket, dem Säbelgehänge aus Wolle und dem Stock aus Haselnussholz, endlich erkannte man sie auch vom 9. Juli 1804 bis 24. Juni 1818 an den weißledernen Stulphandschuhen. Der Wachtmeister trug silberdurchwirktes Portepee mit rotem Kranze und ein spanisches Rohr