Die Fouragier(Stall-)Kappe

Fouragier

Als zweite und leichtere Kopfbedeckung trugen die Unteroffiziere und Mannschaften der Kavallerie bis zur Einführung der Schirmmütze (1826) Fouragier- oder Stallkappen. Dieselben bestanden aus der eigentlichen Kappe mit trapetzförmigen Seitenfläche von grauem, grün passepoiliertem Tuch und der zum Herunterklappen eingerichteten grünen Stulpe. Auf letzterer befand sich vorne in der Mitte ein rot eingefasster Schild aus schwarzem Tuch, auf welchem der Namenszug des Eskadrons-Inhaber von 1810 ab die aus roten Börtchen gefertigte Nummer der Eskadron zu ersehen war. Den oberen und rückwärtigen Rand der Stulpe fasste eine rote Schnur und (darunter) eine rotwollene Borte ein. Von der Kappe hing eine Quaste von schwarzer Wolle herab. -- Auch die Offiziere scheinen während der Feldzüge solche Kappen jedoch mit Gold- oder Silber getragen zu haben. -- Das Reskript vom 2. April 1818 brachte insoferne eine Änderung, als nun Mütze und Stulpe aus grünem Tuche mit gelber Passepoilierung zur Einführung gelangten. Die Einfassungsborten und die Quaste erhielten ebenfalls gelbe Farben.