Beinkleider

Beinkleider

Die Chevaulegers trugen seit 13. Dezember 1799 statt der gelbledernen Hosen solche von grauem und durch Erlass vom 11. März 1804 aus weißem Tuch. Den Offizieren war am 27. April gl. Jahres erlaubt worden, beim Exerzieren zur Schonung der weißen Beinkleider graue lange Überhosen mit 2,43 cm breiten Streifen von der Farbe der Brustklappen zu tragen. Vom 22. November 1808 ab durften sie sich im kleinen Dienst und bei kleinen Paraden grüner Beinkleider nach dem Schnitte der weißen, jedoch ohne jeder Verzierung (demnach auch ohne Vorstoß) bedienen. - Die Beinkleider mussten genau auf den Hüften aufsitzen und bis in den Spalt gehen.

Die Reithosen der Mannschaft waren aus Gradl gefertigt und an beiden Seiten zum Überknöpfen mit 16 ledernen Knöpfen besetzt.

Gegen die häufig vorkommende eigenmächtige Verzierung der Beinkleider der Offiziere durch Annähen von Metallknöpfen auf beiden Seiten der ganzen Länge nach ergingen verschiedene jedoch anscheinend ziemlich erfolglose Verbote.

Statt der Reithose der Mannschaften aus Gradl gelangten unterm 2. April 1818 solche von grünen Tuche mit rotem Passepoil und einem vor- und rückwärts bis an den Hosenbund reichenden Lederbesatz mit starken, ledernen Strupfen und mit Schnalle zur Einführung. Mit gleichem Erlasse verschwanden auch die weißen Tuchhosen und machten der Ordonnanzhose Platz, welche, ebenfalls aus grünen Tuche gefertigt, auf beiden Seiten mit 5cm breiten roten Streifen versehen und unter etwa 19 ½ cm hoch mit Leder besetzt war. Doch fiel dieser Lederbesatz bereits durch Verordnung von 20. Juni 1822 wieder weg.

Offiziers-Pantalons

Die Offiziere erhielten am 31. Januar 1822 als Galabeinkleid ein bis unter die Fußknöchel reichedes und mittels schwarzlederner Stege befestigtes Beinkleid - das Pantalon - von grünem Tuch mit breiten roten Streifen, jedoch ohne Lederbesatz.